Awareness-Plakat

Awareness-Plakat
Bild: Awareness-Plakat

Das Awareness-Plakat hing an verschiedenen Stellen auf dem Veranstaltungsgelände, zum Beispiel am Eingang, auf Toiletten, im Speisesaal. Es war als Gedächtnisstütze gedacht. Das Plakat listet ein paar Punkte auf, von denen wir uns wünschten, dass die Teilnehmer_innen sie in der „alltäglichen“ Kommunikation berücksichtigten – also nicht nur in den einzelnen Seminaren/Diskussionsveranstaltungen, sondern auch in der Zeit dazwischen.

 

Hier die aufgeführten Punkte:

Awareness is awesome – Wohlfühltipps

Um eine angenehme Atmosphäre auf dem GenderCamp zu schaffen, beachtet bitte die folgenden Punkte:

  • Achtet auf Eure Grenzen und die Grenzen anderer.
  • Seid verantwortungsbewusst – informiert Euch, wenn Ihr etwas nicht wisst.
  • Nutzt die Lese-Ecke.
  • Nur weil Lebenssituationen unterschiedlich und anders sind, wollen Leute nicht immer offen darüber erzählen.
  • Achtet auf die Pronomen-Schilder und respektiert die Selbstverortung anderer.
  • Dominantes Redeverhalten verhindert, dass andere sprechen.
  • Informiert Euch über Privilegien – sie wirken auch auf dem GenderCamp.
  • Etabliert eine offene Kritikkultur.
  • Un_Wissen ist toll! Lernt voneinander, aber respektiert Grenzen.
  • Insider-Wissen schafft Ausschlüsse, wenn es nicht erklärt wird.
  • Wenn es Euch nicht gut geht, versucht, Euch Hilfe zu suchen – Ihr seid nicht allein.

Diese Tipps gelten nicht nur für die Sessions, sondern für die gesamte Zeit des Camps (Pro-Tipp: nächstes Level: für den Rest Eures Lebens).

Einen guten Umgang miteinander wünscht das Awareness-Team.

Awareness-Plakat (A3, PDF, 296 KB)

Kritik

Ihr solltet mitbedenken, dass sehr viele Plakate dazu führen können, dass Teilnehmer_innen sich schon deshalb nicht mit Inhalten auseinandersetzen möchten, weil da Plakate mit „Verhaltensregeln“ hängen. Wir hatten im Vorfeld diskutiert, dass wir nicht wie eine „Verhaltenspolizei“ rüberkommen möchten, uns wurden dann letztlich doch Vorwürfe gemacht, die in diese Richtung gingen. Es mag so sein, dass diejenigen, die sich mit den Inhalten beschäftigen möchten, dies unabhängig von der Anzahl von Hinweisen tun. Und dass diejenigen, die sich eher schwer tun, sich selbst zu hinterfragen, in „zu vielen Plakaten“ einen Aufhänger finden, die inhaltliche Beschäftigung durch formale Kritik abzuschmettern.

Toiletten sind ein sehr geeigneter Ort, schon weil es Chancen gibt, dass die Plakate dort nach der Veranstaltung hängen bleiben und weitere Personen sie später lesen. 🙂