Namensschilder

Neben der Information, mit welchem (Spitz-)Namen eine Person auf der Veranstaltung angesprochen werden möchte, wollten wir auch die Möglichkeit geben, das gewünschte Pronomen kenntlich zu machen, ohne dass mensch danach fragen muss. Die Idee „codierter“ Namensschilder wurde bereits vorab im Forum des GenderCamps 2012 durch mehrere User angesprochen und auf dem Camp dann durch zwei visuelle Signale umgesetzt: die Farbe des Schildes und eine aufgedruckte Strichfolge (z.B. für Menschen, denen es nicht (gut) möglich ist, Farben eindeutig voneinander zu unterscheiden).

Es gab ein Schild für Personen, die sich wünschten, dass über sie mit als weiblich* geltenden Pronomen (sie / ihr) gesprochen wird, eines für Personen, die sich wünschten, dass über sie mit als männlich* geltenden Pronomen (er / sein) und eines für Menschen, die selbst entscheiden wollten, wie über sie gesprochen wird (z.B. immer beim eigenen Namen genannt, mit anderen Pronomen als der üblich bekannten o.ä.).

Wichtig war dabei die Betonung, dass sich die Namensschilder nicht auf das Gender/Geschlecht der Teilnehmenden bezog, sondern lediglich die Pronomen. Die Bedeutung der Schilder wurde bei ihrer Aushändigung, im Hosentaschenzine und auf dem ersten gemeinsamen Plenum erklärt.

Der Strichcode wurde als Bild-Datei erstellt und auf buntes Papier gedruckt, wonach entlang der vorgedruckten Linien die Namensschilder ausgeschnitten und in Plastikhüllen zum Anstecken geschoben wurden. Die drei Farben waren gut zu unterscheiden und nicht gegendert, der Balken/Strichcode einmal nach oben und einmal nach unten gedreht für bestmögliches Auseinanderhalten von Weitem.

Die Idee der verschieden codierten Namensschilder geht zurück auf die Trans*-Tagung in Gießen.

Beispielbilder:

Bild: grünes Schild, oben schwarzer Balken, Schriftzug Yazmira
Das ist Yazmira. Ihr Wunsch ist es, dass über sie mit weiblichen* Pronomen gesprochen wird. ("sie / ihr")
Bild: violettes Schild, unten gestrichelter Balken, Schriftzug Anna
Das ist Anna. Sein Wunsch ist es, dass über ihn mit männlichen* Pronomen gesprochen wird. ("er / sein")
Bild: oranges Schild, Schriftzug Štefanija
Das ist Štefanija. Štefanijas Wunsch ist es, dass Štefanija gefragt wird, mit welchen Pronomen über Štefanija gesprochen werden soll. ("frag mich!")