Zweiergespräche

Ablauf

Eine oder mehrere vorbereitete Themen/Fragen werden in Zweiergruppen diskutiert. Nach einer bestimmten Zeit wechseln die Teilnehmenden durch und unterhalten sich mit einer anderen Person – entweder über die gleichen Themen oder über eine neue Frage.
Eventuell können Inhalte aus den Zweiergesprächen im Plenum vorgestellt werden.

Vorschlag für den Ablauf: Kugellagerdiskussion

Die Teilnehmenden sitzen sich hier in einem Innen- und in einem Außenkreis gegenüber, so dass jede Person eine_n Gesprächspartner_in hat.
Nach der Diskussionszeit rutscht der Innenkreis eine Position weiter, so dass die Gesprächspaare gewechselt werden.
Dies wird ca. dreimal wiederholt.

Vorteile

  • Kleingruppenarbeit ist produktiver und geht schneller als eine Plenumsdiskussion.
  • Für Leute, die sich nicht so gerne in großen Gruppen äußern, sind Zweiergespräche niedrigschwelliger.
  • Zusammengewürfelte Kleingruppen können interessante Gesprächsrunden ergeben.
  • Innerhalb kurzer Zeit können sich die Teilnehmenden mit vielen verschiedenen Leuten unterhalten.

Nachteile

  • Ohne Dokumentation können die Ergebnisse solcher Zweiergespräche schnell verloren gehen.
  • Bei zu gering bemessener Zeit werden die Zweiergespräche wahllos, bei zu viel bemessener Zeit wird die gesamte Diskussion sehr langwierig und ermüdend.
  • Mehrmals über die eigenen Positionen zum gleichen Thema zu sprechen kann langweilig werden.
  • Dominantes Redeverhalten wird durch diese Diskussionsform nicht abgefangen.
  • Diskussionsformen, bei denen sich alle Anwesenden gleichzeitig unterhalten, können für einige Leute sehr anstrengend sein.

Variation: Ansteigende Gruppengröße

Die erste Diskussionsrunde wird in Zweiergesprächen geführt. Für die zweite Runde finden sich je zwei Zweiergruppen zu einer Vierergruppe zusammen. Für die dritte Runde bilden sich aus den Vierergruppen Achtergruppen usw.
Die Ergebnisse können im Plenum gesammelt werden.

Vorteil gegenüber der Diskussion in wechselnden Zweiergruppen

  • Diese Diskussionsform kann Leute schrittweise aus kleinen in große Diskussionsrunden führen, der Angst vor der großen Gruppe kann so etwas entgegen gesetzt werden.