Un_Wissen

Bild: Hosentaschenzine unter Katzentatze, Schnurrhaare im Bild
Hosentaschenzine unter Katzentatze

Mit dem Wort und dem Konzept “Un_Wissen” wollten wir für unterschiedliche Erfahrungs- und Wissensstände sensibilisieren und zu verantwortlichem Umgehen damit anregen. Denn unser Wissen und unser Unwissen setzt sich zusammen aus Bevorzugung und Benachteiligung bei Zugängen zu Wissen.

Beim GenderCamp brachten die Teilnehmer_innen viele verschiedene Themenbereiche ein, mit denen sie sich unterschiedlich stark identifizierten: Technik, Internet, Wissenschaft, Pop-Kultur, Spiritualität, Anti-Rassismus_Weißsein, Anti-Sexismus_Feminismus, Geschlecht_Geschlechtersensibilät, Queer, parlamentarische Politik bis radikaler linker Aktivismus… was keine umfassende Liste darstellen, sondern nur das Spektrum der präsenten Themen verdeutlichen möchte.
Uns war wichtig, eine Sensibilität für die verschiedenen Ausgangspositionen herzustellen, da Un_Wissen nicht nur in inhaltlichen Gruppen-Phasen eine Rolle spielt, sondern immer das Miteinander gestaltet und sogar den Raum der Veranstaltung selbst strukturiert. Wer kennt sich z.B. bereits an diesem Ort aus oder ist mit Barcamp-Veranstaltungen vertraut?

Was heißt hier Un_Wissen?
(Der folgende Text ist aus dem Hosentaschenzine)
Wir wünschen uns ein Klima, in dem sich verschiedene Stände von Un_Wissen respektvoll und produktiv begegnen können. Dafür ist es wichtig, das eigene Un_Wissen zu teilen, sichtbar zu machen und sich gegenseitig zuzuhören.
Informiert Euch bei Anderen, im Netz oder gedruckten Texten. Nutzt die Möglichkeit, andere an Eurem Wissen und Euren Erfahrungen teilhaben zu lassen.
Un_Wissen wird stark von gesellschaftlichen Strukturen geprägt. Bedenkt bitte, dass es sich um ein Privileg handeln kann, wenn ihr euch bisher nicht mit bestimmten Themen auseinandersetzen musstet.
Versucht Euch an Eure Erfahrungen und Gedanken zu erinnern, als ein Thema frisch in Eurem Leben auftauchte. Geht in Gesprächsgruppen bitte behutsam mit Selbstverständlichkeiten um. Wenn nicht alle Beteiligten bestimmte Namen, Begriffe oder Witze kennen, wirkt ein selbstverständliches Benutzen von ihnen ausschließend.